Das letzte Quartal war wieder mal ein ruhigeres Quartal, welches mit einem Schlusskurs von 7.376 Punkten und mit einem kleinen Zuwachs von 4,76% geendet hat. Die Bewegung des DAX war dabei nicht außergewöhnlich, auch wenn die Kaufkurse von 7.217, 7.410 und 7.060 Punkten schon eine gewisse Differenz zeigen. Dennoch darf nicht vergessen werden, dass bei einem Stand von etwa 7.000 Punkten eine Bewegung von 350 Punkten nur noch 5% ausmacht.

Dieser hohe Stand ist auch dafür verantwortlich, dass ich nur noch 4,1712 Anteile gekauft habe. Insgesamt verfüge ich jedoch mittlerweile über die beachtliche Zahl von 315,1986 Anteilen, die bei einem Kurs von 72,79 € einen Wert von 22.943,89 € haben. Meine jährliche Rendite hat sich in den letzten Quartalen auch um einen ganzen Prozentpunkt gesteigert und beträgt nun 2,82%, mein Wertzuwachs ist auf 7.043,89 € angewachsen.

In Summe bin ich guter Dinge, dass sich die langsame und kontinuierliche Aufwärtsbewegung des DAX weiter fortsetzt. Mir hat es gereicht, wenn wir neue Höchststände im DAX erst in 2 bis 3 Jahren sehen und davon ist erst ein halbes Jahr rum. Und selbst zwei weitere Quartale wie die letzten beiden wären dafür vollkommen in Ordnung.

Ich verschwende auch schon seit geraumer Zeit überhaupt keinen Gedanken mehr daran, ob meine Entscheidung für den DAX-Sparplan richtig war oder nicht. Unabhängig davon, welche Rendite ich am Ende erzielen werden, ich würde es wieder so machen. Vielleicht würde ich mir weniger turbulente Zeiten oder einen besseren Starttermin wünschen, aber so ist es eben bei der Investition im Ungewissen.

Was ist aus einem solchen Quartal über Aktieninvestments zu lernen? Eine ganze Menge aus meiner Sicht, weil es deutlich macht, dass Geduld entscheidend ist. Es war ein gutes Quartal, es ging unaufgeregt nach oben und zwar fast so viel, wie für ein ganzes Jahr zu erwarten gewesen wäre. Jedes Quartal kann nicht so sein, weil sonst die Rendite rund 20% pro Jahr betragen würde. Also muss es mehr Quartale geben, die nicht so gut sind, und die muss ich ebenfalls ertragen.

Deswegen ist Geduld der Schlüssel. Ich darf nicht investieren in der Hoffnung, kurz darauf reich zu sein. Oder anders ausgedrückt, dafür sind Aktien nicht das Mittel der Wahl. Selbst wenn es bei meinem Sparplan aktuell nur knapp 3% pro Jahr sind, der Zeitpunkt ist entscheidend. Hätte ich von 1990 angefangen zu investieren und bis 1995 zu Kursen zwischen 1.300 und 2.300 Punkten gekauft, wären alleine aus diesen 6.000 € des Sparplans 24.000 € geworden, also mehr als meine Investitionen in Höhe von 15.900 € aktuell wert sind.

Für mich folgt daraus, dass die nächsten Zeiten daher mit stark steigenden Kursen einhergehen sollten. Die ist fast sicher, zumindest wenn Aktien beziehungsweise die betreffenden Unternehmen auch in Zukunft langfristig die gleichen Renditen erzielen wie in der Vergangenheit. Außerdem sind die Zinsen für festverzinsliche Papiere unglaublich niedrig im Vergleich, obschon die wirtschaftliche Situation aktuell sicherlich nicht als die bekannte Normalität betrachtet werden kann.

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