Ein Quartal später zum Jahresende 2017 liegt der Schlusskurs nahezu unverändert bei 12.918 Punkten und damit lediglich 0,69% höher. An den Kaufkursen von 12.976, 13.382 und 13.154 Punkten ist aber schon zu erkennen, dass es zwischenzeitlich deutlich mehr war und in den Schlusskursen mit 13.479 Punkten sogar deutlich ein neues Allzeithoch verzeichnet wurde. Kurz vor dem Ziel habe ich habe ich also die wenigstens Stücke in einem Quartal erworben, nur noch 2,4028. Gegenüber dem Durchschnitt von 5,11 sogar weniger als die Hälfte, was aber ein gutes Zeichen ist.

Denn die zugrundeliegenden hohen Kurse sorgen für einen entsprechend hohen Wert meiner Position, der nun 51.474,05 € beträgt und damit mehr als 600 € über dem Vorquartal, als es zum ersten Mal über 50.000 € waren. Die Rendite ist trotz des Anstiegst des Schlusskurses aufgrund der Kaufkurse und des damit einhergehenden Buchverlustes auf diese Anteile jedoch um 0,1% auf 7,24% jährlich gesunken. Die Veränderung zu den Einzahlungen mit 117,19% erweckt dennoch ein positiveres Bild, weil die Auswirkungen des langen Zeitraums nur schwer zu greifen sind.

Dennoch ist der Abstand zu den 54.000 €, welche im Durchschnitt nach einem Sparplan auf den DAX zu erwarten gewesen wären immer noch beachtlich. Ob die gut 2.500 € im letzten Quartal erzielt werden können steht in den Sternen, ich persönlich glaube allerdings nicht daran. Grundsätzlich bin ich pessimistisch eingestellt und erwarte weiter fallende Kurse, weil das Zinsumfeld langsam dreht, wenn auch zunächst in Amerika und noch nicht in der Eurozone. Wie immer wird mich dies nicht davon abhalten weiter in meinen Sparplan zu investieren, aber grundsätzlich kommt eine andere Frage in den Vordergrund.

Denn der Desinvestitionszeitpunkt rückt näher und die ursprünglich angesetzten 20 Jahre neigen sich dem Ende. Sicherlich bin ich nicht festgelegt und ich benötige das Geld auch nicht zum 1. April, aber ich muss mir die Frage stellen, ob ich eben gut 50.000 € zum heutigen Zeitpunkt so anlegen würde. Wenn ich dies nicht täte, würde direkt daraus folgen, dass ich alles oder zumindest Teile davon verkaufen müsste. Dafür wiederum spielt das Gesamtvermögen und Risikoprofil eine zu große Rolle, weshalb es an dieser Stelle nicht vernünftig erörtert werden kann.

Es wird jedoch deutlich, dass ein Sparplan eine gänzlich andere Entscheidung ist, als eine Investition. Der Sparplan betrifft die Entscheidung, was mit vielen kleinen zur Verfügung stehenden Beträgen geschehen soll und ist hinsichtlich der zu erwartenden Rendite eine hervorragende Wahl, Geld zu parken. Zumindest, wenn der Zeitraum lang genug ist und die Einstellung zum Risiko ein Durchhalten wahrscheinlich macht.

Investiert zu bleiben oder nicht ist jedoch eine vollkommen andere Entscheidung. Denn hier geht es nicht mehr um die vielen, kleinen Summen, sondern um die komplette Investition im Zusammenhang mit der Vermögensaufteilung insgesamt. Diese wiederum wird durch das Alter und die Einkommenssituation des Anlegers beeinflusst. Wer noch lange auf der Käuferseite steht, braucht nicht verkaufen, wer in naher Zukunft auf die Verkäuferseite wechseln wird, muss es mindestens in Betracht ziehen.

 

Nur wer auf der Käuferseite steht freut sich über fallende Kurse

Kaufen und Halten macht nur bei unendlichem Anlagehorizont Sinn

Wer keine besseren Anlagemöglichkeiten hat, nimmt eben den Aktienmarkt

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